• Nic

#3 - Kultur, Bier und kalte Füße

Aktualisiert: 4. Feb 2019







27.1.2019 - Ostrava (CZ) -> Gliwice (PL)


Ich höre nur „Ding Dong“ bis ich realisiere das Jochi im Zimmer steht um uns zu wecken. „Abfahrt in einer halben Stunde“

Was, wie, wo?

Okay raus aus den Federn aber schnell. Leider hatte ich am Abend vorher etwas unbedacht mein Zeug verteilt und suchte nun zuerst die Bürste, dann die Zahnpasta, dann meine Socken und dann den Kamm. Naja ich bin einfach kein Morgenmensch und mein Hirn funktioniert erst nach einem Kaffee. Ich war aber nicht die einzige die wirr und suchend durchs Zimmer lief. Annika suchte nach ihren Ohrringen die sie glaube ich immernoch nicht gefunden hat und Diana rannte auch wirr durch die Gegend. Als wir dann alle, alles gefunden hatten und die Taschen gepackt waren ging es wieder los.

Erstmal das Equipment wieder ins Auto laden. Die Menschenschlange die wir mittlerweile gut draufhaben hat sich wieder bewährt.

Auf nach Gliwice...

Der heutige Club heißt Concept Pub und wir wissen dass uns dort Michael als weiterer Music Act erwartet.

Wir machen erstmal einen kurzen Stop an einem großen Einkaufscenter und staunten nicht schlecht als wir dort Kaufland, H&M, Ikea und Obi entdeckten auch einen Penny haben wir schon gesehen. Nun gabs erstmal etwas für den Magen. Leckeres vietnamesisches essen. Ich hatte eine gefüllten Pfannenkuchen mit Gemüse und Shrimps. Leckaaa!!


Jochi ist glücklich über sein neues Handtuch.

Die Jungs von Steelmade sind dann noch kurz los. Jochi brauchte ein Handtuch und vom Supermarkt haben sie uns ein Wasser mitgebracht. Wir besorgen uns derweil einen Kaffee.

Als alle am Treffpunkt Auto angekommen sind.. einsteigen und ab geht’s.

Wir wollen auch heute die Gunst der Stunde nutzen und uns etwas Kultur ansehen. Da wir nun bereits Tschechien verlassen und die Polnische Grenze überquert haben, machen wir halt in Auschwitz-Birkenau. Es war sehr sehr bedrückend und es hat uns einmal mehr gezeigt wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu respektieren und zu akzeptieren.






Da wir in Polen sind müssen wir wieder Geld Tauschen. Diesmal holen wir uns Zloty aus dem Automat.

Noch einen Kaffee mit auf die Fahrt und weiter geht’s...

Übrigens hat Raoul heute morgen schon die Retourkutsche für die Chili Wings bekommen. Lach. Als er kam und sagte: „die Wings sind angekommen und ich sage dir, es brennt. :)))“

Ich weiß nicht genau wann wir in Gliwice angekommen sind. Ich glaube es war gegen halb sechs. Diesmal erwartete uns ein von außen passables Hotel. Und auch innen war es nicht schlecht. Wir waren begeistert als wir erfahren das es mehrere Zweibettzimmer gibt. Juhu.


Das Hotel „No Name“ von außen

Wir hatten genau 40 Min Zeit um uns umzuziehen und frisch zu machen.

Draußen angekommen saß Michal unser Fahrer bereits im Auto und heizte vor.

Tür zu und Tschüss. Die Location liegt etwa eine Viertelstunde vom Hotel entfernt. Übrigens hatte das Hotel keinen Namen. Lach. Zumindest von außen nichts zu sehen. So kann ich nicht mal sagen wo wir da eingecheckt hatten.

So wir sind da... Michal stellte den Motor ab und ich dachte hä??? Wo soll hier eine Location sein? Wir standen in einem Hinterhof inmitten von Baufälligen Gebäuden. Als wir ausgestiegen sind, sahen wir neben dem Bus eine kleine unauffällige Tür. Michal öffnete diese und sagte „hier geht’s runter.“ Der Blick hinein war etwas verstörend. Eine Kellertreppe die eh schon nicht sehr breit war und voll stand mit Gerümpel. So das man sich erstmal daran vorbeiquetschen musste um in die Location zu kommen. Unten angekommen ging es durch eine Schwingtür ins Innere. Oha, hier ist es aber schön. Klein aber fein. Dann wurde uns klar das wir durch den Hintereingang reingekommen sind und die Anspannung lies nach. Ein wirklich netter kleiner länglicher Raum. Schön dekoriert mit Schallplatten auf den Tischen und großen Wand Gemälden von Tina Turner, Jim Morrison und Freddy Merkury. Aber fxxx ist das kalt hier drin. Brrrrrrrrr

Die Bühne leuchtet schon und alles ist aufgebaut. Selbst ein Schlagzeug steht bereits, so das wir nicht alles ausladen mussten. Also wieder Schlange machen und alles von oben nach unten bringen.

Zack Zack.

Wir lernen MIcHAeL kennen, der Music Act aus Gliwice. Ein sehr netter Typ der aus England kommt und seit einiger Zeit in Gliwice lebt. Er hat sich an diesem Abend um alles gekümmert. Der Soundcheck lief sehr gut und MIcHAel startete die Show. Es war sehr beeindruckend was er als One Man Show auf die Beine stellte und sehr viel Power und Leidenschaft auf der Bühne versprühte. Ich fände es toll, wenn er mal nach Stuttgart kommen würde.


MiCHAel ist ein cooler Typ



Jochi spendierte uns allen noch eine Pizza vom Lieferservice. Danke Jochi ;)

Dann erfuhren wir, dass der Tourplan geändert wurde und wir nicht in Kattowice und Krakau spielen können, sondern nach Warschau fahren und dann morgen einen Tag frei haben und übermorgen einen Gig in Warschau spielen bevor es in die Slowakei geht.

Gegen 21 Uhr geht es für uns auf die Bühne. Und es war immernoch arschkalt. Diana hatte unter ihrer Bühnenjacke sogar noch einen Hoodie und Schal an. Ich weiß nicht, es waren zwar Heizkörper an der Wand aber diese waren nicht installiert. Wahrscheinlich wurden sie erst kürzlich angebracht.








Es war dennoch ein sehr cooler Abend mit wieder einmal netten Menschen die mit uns getanzt und gesungen haben. Vor mir tanzte in gefühlten 30cm Abstand ein Typ. Hier galt: bloß nicht hinschauen, damit wir nicht aus dem Takt kommen! Wir durften nach dem Konzert noch ein paar CDs signieren und Fotos mit den Leuten machen. Sehr cool. Ein Gast sagte „Ihr seid meine Doors“ lach. Das fand ich irgendwie schräg.

Steelmade lieferten eine coole Show ab.

Paul lies erst sein Bier fallen und überschwemmte die Bühne und tanzte den Moonwalk. Danach schrottete er sein Mikrofon. Aber alles in allem haben diese Pannen die Show erst recht angeheizt. Sehr geil.






Nach der Show - ihr wisst es schon... Zeug abbauen, wieder den hinteren Gang rausquetschen und den Bus packen. Nachdem wir fertig waren, wollten wir uns von MIcHAeL verabschieden und er meinte, er sei jetzt noch eine Weile beschäftigt bis alles abgebaut ist. „Aalter hat er alles mitgebracht? Sogar das Licht und die Anlage?“ wir haben nicht lang überlegt und direkt mit angepackt. Innerhalb von einer Viertelstunde war sein Fahrzeug fertig gepackt und er war sehr erleichtert das wir ihm geholfen haben. Er hatte nicht damit gerechnet, da er normalerweise von anderen Acts keine Hilfe bekommt.

Dann ein großes goodbye und ab in den Bus zurück zum Hotel.

Paul sagt: „gute Nacht Leute, morgen früh Abfahrt neun Uhr“

Ich schmeiße mich aufs Bett und fange an zu schreiben....


Gute Nacht Welt.





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